Osteoporose – betrifft uns alle

Man kann dieses Wort kaum aussprechen und viele tun sich schwer, mit dem Thema Knochenschwund umzugehen. Lange Zeit habe ich mich auch nicht mit Osteoporose auseinandergesetzt. Warum auch? Ich dachte immer, das ist etwas, was nur ältere Leute beschäftigt. Es ist zwar bekannt, dass bei zunehmender Osteoporose die Knochen schneller brechen.

(k)ein Thema für mich?

Betroffen gemacht hat mich dieses Thema aber nicht. Erst als meine Schwiegermutter, die ausser bei den Geburten ihrer Kinder nie in ihrem Leben im Spital war, nach ihrem 80igsten Geburtstag innerhalb 2 Jahren gleich viermal gestürzt ist und sich dabei jeweils schwere Knochenbrüche zugezogen hat, habe ich mich näher mit der Thematik auseinandergesetzt.

von link nach rechts Enkelin, Grossmutter und Mutter
Grund genug zum Lächeln

Knochenschwund – was geht ab

Mit zunehmendem Alter und vor allem bei Inaktivität schwindet die Knochenmasse buchstäblich dahin. Gerade bei älteren Menschen brechen die Knochen oft sehr schnell und ohne grössere Belastungen. Viele ältere Menschen erholen sich nach schweren Knochenbrüchen nur schlecht und werden noch inaktiver – ein Teufelskreis. Meine Schwiegermutter ist eine robuste Frau und sehr willensstark. Aber mit jedem Bruch ist sie schwächer und anfälliger auf neue Knochenbrüche geworden. Das Perfide an Knochenschwund ist, dass man anfänglich symptomfrei ist und erst bei einem Sturz mit Knochenbruch merkt, dass die Osteoporose fortgeschritten ist. Übermässiger Knochenschwund kann jede und jeden betreffen, Frauen sind häufiger davon betroffen als die Männer. Inaktivität ist die häufigste Ursache. Knochen, die nicht regelmässig belastet werden, bauen ihre Substanz ab.

Abbauprozess und Prävention

Bis zum 30. Lebensjahr baut der Körper mehr Knochenmasse auf als ab. Danach nimmt die Knochendichte langsam ab. Je mehr Masse in jungen Jahren aufgebaut worden ist, umso länger dauert es, bis der Knochenschwund pathologisch wird. Das heisst, je mehr du als junger Mensch gesund und aktiv gelebt hast, also genügend Bewegung hattest, kein Übergewicht angelegt hast oder Untergewicht hattest, je besser sind die Chancen, dass sich der Abbau der Knochendichte weniger dramatisch auswirkt. Bei uns Frauen spielt auch die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren eine nicht zu unterschätzende Rolle. Es gibt aber auch noch andere Gründe für den Abbau, wie beispielsweise ein Mangel an Kalzium und Vitamin D oder andere Erkrankungen. Ebenso sind Raucher eher von Osteoporose betroffen.

Was können wir dagegen unternehmen?

  • Kalzium ist für den Aufbau starker Knochen zuständig und ausschliesslich in der Nahrung wie, Milchprodukte, grünes Gemüse, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte enthalten.
  • Vitamin D nimmt man am Besten über die Sonne ca. 1/2 Stunde pro Tag ein (ohne Sonnenschutz). In den sonnenarmen Monaten kann ein Ergänzungsmittel eingenommen werden. Ich persönlich nehme regelmässig „Osteovitalforte“ von Burgerstein.
  • Wenig Phosphate ist ganz wichtig, weil Phosphate die Kalziumaufnahme aus dem Darm verringern und daher sehr ungünstig sind. Also Fast Food, Fleisch- und Wurstwaren, süsse Getränke nur im Mass einnehmen.
  • Eine ausgewogene Ernährung, beispielsweise grünes Gemüse oder Hülsenfrüchte, wirkt gegen einen zu raschen Knochenschwund.
Frisches Gemüse und Hülsenfrüchte auf einem Teller
Frisches Gemüse und Hülsenfrüchte

Ist es jetzt schon zu spät ?

Wenn du nicht schon 100 Jahre alt bist und diesen Beitrag liest, ist es auf keinen Fall zu spät! Aber du musst heute mit der Vorsorge beginnen. Die wichtigste Zauberformel gegen Osteoporose heisst: Bewegung – Bewegung – Bewegung!!! Und ich meine damit nicht, sich häufiger vom Kühlschrank auf’s Sofa zu bewegen. Das dürfen schon ein paar Schritte mehr sein, es darf Sport sein. Wenn du noch nie Sport getrieben hast, beginne doch beispielsweise mit einem „VitaParcours“ (Stationentraining im Wald) in deiner Nähe oder sonst mit einer leichten Lauf- oder Walking-Strecke. Zuerst einmal, dann mindestens zweimal in der Woche reichen aus. Hier noch ein paar weitere Bewegungstipps, die du im Alltag einbauen kannst:

  • Lift vermeiden (ausser du besuchst das Burj Khalifa in Dubai)
  • Spaziergänge unternehmen und 1-2 Busstationen auslassen
  • Krafttraining Zuhause: Übungen mit eigenem Körpergewicht aus dem Internet
  • Fitnesstraining in Gruppen oder alleine: Yoga / Pilates / Schwimmen / Radfahren
  • Laufgruppen: gibt es sicher in deiner Nähe und sind für alle Altersgruppen und Niveaus zugänglich

Es gibt heutzutage zahlreiche Sportarten, um Spass zu haben und seinem Körper Gutes zu tun.

So meine lieben Leserinnen, ich hoffe euch mit dem Thema zu etwas mehr Bewegung angeregt zu haben und ich wünsche euch in keinem Fall Hals- und Beinbruch.

Interessanter Artikel zum Thema: Kräftig Altern – neues aus der Wissenschaft

Herzlichst
Eure Soleil Fatima

Bewegung, Knochenbrüche, Knochenmasse, Knochenschwund, Osteoporose, Prävention, Skelettbau, Yoga
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